LiMux, ein Projekt der Stadtverwaltung München, hat sich zum Ziel genommen, weite Teile der IT-Infrastruktur der Stadtverwaltung München auf Open-Source-Software zu migrieren. Das läuft bislang zwar nicht reibungslos (damit hat auch niemand gerechnet), aber unter dem Strich doch sehr erfolgreich. Direkt zur Projektseite geht’s übrigens hier. Und nach und nach werden auch die Zahlen belastbarer, und siehe da: LiMux wird mitel- und langfristig – und den enormen Migrationskosten zum Trotz – wirtschaftlich und technisch besser sein, als die Alternative rund um Betriebssysteme und Anwendungen aus dem Hause Microsoft:

heise.de (28.03.2012): LiMux: “Billiger und robuster als Windows”

Von ganzem Herzen und mit aller Kraft drücke ich der isländischen Regierung die Daumen, dass ihr mutiger Versuch, ihre gesamte öffentliche IT auf Open-Source-Software zu migrieren, von Erfolg gekrönt sein möge! Ein ebenso schwieriger wie naheliegender Weg liegt vor unseren Freunden am nördlichen Ende Europas – Gangi þér vel!

linux-magazin.de (27.03.2012): “Linux-Umstieg: Island sagt “Bless” zu Microsoft”

Seit einiger Zeit bin ich beim Freiburger OpenSource Software Netzwerk e.V. mit dabei. Bislang bestand die Hauptarbeit des Vereins in der Durchführung des Projekts Linux4Afrika, seit kurzer Zeit jedoch laufen verstärkte Bemühungen, die Vereinsarbeit jenseits von LinuxAfrika neu zu beleben. Wesentlicher Teil dieser Bemühungen sind zwei Punkte: Erstens findet seit Februar einmal im Monat ein FreiOSS.net-Stammtisch statt. An wechselnden Wochentagen und Lokalitäten treffen wir uns, um anstehende Arbeiten zu besprechen oder einfach nur über Themen dies- und jenseits von OpenSource zu plaudern. Wenngleich bislang nur Vereinsmitglieder dabei waren, sind neugierige Nichtmitglieder ausdrücklich und herzlich willkommen! Der zweite Bereich, mit dem wir mit unserem Open-Source-Anliegen wieder mehr ins Gespräch kommen wollen, sind Workshops und Schulungen, die wir in möglichst regelmäßigen Abständen zu den verschiedensten Open-Source-Themen anbieten werden. Vereinzelt sind diese Workshops Vereinsmitgliedern vorbehalten, aber in der Regel sind sie offen und richten sich damit auch und gerade an Nichtmitglieder – traut Euch! Und aktuell lohnt ein Blick auf freioss.net besonders ;) – weil ich im April meinen ersten Workshop anbieten werde!

Nein, es geht nicht um die Finanzkrise, auch wenn Begriffe wie “sparen” und “knausern” zur Zeit stark assoziiert sind mit dem langsamen und schmerzvollen Untergang unserer Wirtschafts- und Finanzsysteme. Stattdessen geht es um die Insolvenz der Drogeriekette Schlecker, in deren Zusammenhang Frank-Thomas Wenzel ein paar interessante Gedanken über den deutschen Drogerie-Markt niedergeschrieben hat:

fr-online.de (30.01.2012): “Es hat sich ausgeknausert”

Die Zahl derer, die sich fragen, ob die deutschen Verfassungsschutzbehörden nur überflüssig, oder doch auch gefährlich sind, steigt – die Notwendigkeit dieser Institutionen hingegen wird immer seltener propagiert, und wenn, dann meist von Politikern, die in dieser Hinsicht nichts mehr an Glaubwürdigkeit zu verlieren haben. Uwe Wesel hat für die ZEIT eine Chronik der Skandale und Gesetzesbrüche zusammengestellt – begangen von den Behörden, die unsere Verfassung zu schützen gedenken:

zeit.de (28.01.2012): “Spitzel, Wanzen, Bomben”

Öko-Test hat Putenfleisch getestet, und die Albert-Schweitzer-Stiftung hat das niederschmetternde Ergebnis zusammengefasst: Dass in der konventionellen Fleischindustrie die Produktionsbedingungen oft miserabel sind und infolgedessen das Endprodukt in der Regel von unterirdisch schlechter Qualität ist, dürfte mittlerweile jedem vernunftbegabten Konsumenten klar sein – nur langsam hingegen dringt an die Öffentlichkeit, dass auch die Bio-Fleischproduktion mehr Schattenseiten hat, als allseits bekannt:

albert-schweitzer-stiftung.de (03.01.2012): “Öko-Test zu Putenfleisch”

Kapitalismuskritik, die Nächste: Ein Streitgespräch mit Heiner Geißler und Sahra Wagenknecht über Banken, Sozialismus, das Evangelium – und die spannende Erkenntnis, dass sehr wenig gestritten wurde, sich vielmehr erstaunliche Gemeinsamkeiten zwischen Politikern der Linkspartei und der CDU auftun, wenn es um eine Analyse der und Wege aus der Krise geht:

zeit.de (17.12.2011): “Nächstenliebe ist knallharte Pflicht”

 

Eine weitere sehr lesenswerte Analyse dessen, was wir gerade auf der Welt erleben, liefert Vishwas Satgar und legt auf eine ebenso elegante wie nachvollziehbare Weise dar, was wir in der aktuellen Situation von Mahatma Gandhi und dessen Verhältnis zur Natur lernen können:

zeit.de (11.12.2011): “Wir sind nur Treuhänder”

Bei der FAZ – traditionell eher unverdächtig, linksideologische Theorien zu publizieren – ist in den letzten Wochen eine erstaunliche und in meinen Augen erfreuliche Häufung an Artikeln und Kommentaren zu lesen, die sich mit den Ursachen der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise beschäftigen und dabei nicht selten den Kapitalismus als funktionierende und geeignete Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung fundamental in Frage stellen. Hier reiht sich ein Artikel von Sahra Wagenknecht ein, die die Frage beleuchtet, wie es zu der aktuellen Misere gekommen ist und damit begründet, warum die Umsetzung der zur Zeit diskutierten Lösungsvorschläge möglicherweise fatale Konsequenzen nach sich ziehen könnten:

faz.net (08.12.2011): “Schluss mit Mephistos Umverteilung!”

Ein Team von WISOdoku hat die Schicksale einiger Opfer diverser Bankenbetrügereien recherchiert, dabei aufschlussreiche Entdeckungen gemacht, die den Schluss nahelegen, dass es sich keineswegs um Einzelfälle, sondern um systematische und im großen Stil geplante Täuschungen handelt. Wissenswertes Detail: Der von mir verlinkte Filmbeitrag auf zdf.de ist aus juristischen Gründen um etwa drei Minuten gekürzt, da die Sparkasse Bremen gegen die Veröffentlichung der WISO-Recherchen rechtlich vorgeht. Selbstredend sind diese “Lost Minutes” der Dokumentation “Die Bank gewinnt immer!” auf Youtube zu sehen – falls man die richtigen Suchstichworte verwendet:

zdfmediathek.de: “Die Bank gewinnt immer!”